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1. Samuel 1-8: Lernen, auf Gott zu hören

by Christine Maindorfer last modified 2007-07-08 16:30

Gott ist nicht still - er spricht mit Menschen. Hören wir seine Stimme? von John Stonecypher

Wir sahen im Buch Richter, wie Israel durch geistliche Entropie ins Chaos hinein trudelte. Spiralförmig schraubte sich Israel 355 Jahre abwärts, bis wir am Ende des Buches Bürgerkrieg ausbrechen sehen und fast der ganze Stamm Benjamin ausgelöscht wird. Wenn wir heute mit dem 1. Buch Samuel beginnen, sehen wir die Richterzeit zu Ende gehen. Wie Sie sich vorstellen können, ist die Lage nicht sehr rosig. Wir haben wenige Details, sehen aber, dass die Priester korrupt geworden sind. Der Hohepriester namens Eli ist ein sehr netter Mann, aber das ist das Problem. Er ist ZU nett; er ist nicht bereit, die Probleme in Ordnung zu bringen, weil das bedeuten würde, Dinge zu tun, die nicht nett sind. Das Hauptproblem sind seine Söhne Hofni und Pinhas. In der Priesterhierarchie standen sie sehr weit oben, aber sie waren Halunken. Sie kennen sicher die Bandbreite von einem „wirklich guten Pfarrer“ bis hin zu einem „echt schlimmen Pfarrer“. Nun, diese Typen waren schlimm. Die Bibel sagt, sie „waren ruchlose Männer; sie fragten nichts nach dem HERRN“ (1Sam 2,12). Sie stahlen von den Opfern der Leute, was jeder wusste. Sie drohten den Leuten Gewalt an, um sie zu bewegen, mehr zu geben. Sie schliefen mit mehreren Frauen aus der Gemeinde, was ebenfalls jeder wusste. Nun, es war Elis Aufgabe, sie hinauszuwerfen, um die Leute zu schützen, aber das wollte er nicht tun, weil es nicht „nett“ gewesen wäre. Er klopfte ihnen nicht einmal auf den Handrücken; alles, was er tat, war ihnen in einer kurzen Rede zu sagen: „Nicht doch, meine Söhne! Das ist kein gutes Gerücht, von dem ich reden höre“ (1Sam 2,24). Ihr wisst, das solltet ihr wirklich nicht tun. Das änderte die Situation natürlich nicht.

Nun, Gott kannte das Geschehen und hatte einen Plan, es in Ordnung zu bringen, selbst wenn Eli es nicht tat. Der Plan betraf einen kleinen Jungen namens Samuel. Samuels Mutter, Hanna, hatte viele Jahre auf ein Kind gewartet. Eines Tags betete sie: „Gott, wenn du mir einen Sohn gibst, will ich ihn Dir geben sein Leben lang, Dir zu dienen“ (1Sam 1,11). Gott gab ihr, worum sie ihn bat. Als das Kind entwöhnt wurde, brachte sie ihn zur Stiftshütte und gab ihn in die Obhut der Priester. So wuchs Samuel dort auf und diente Gott. Obwohl er von Verdorbenheit umgeben war, wuchs Samuel doch rein, demütig und gut heran. Wir sehen einen deutlichen Kontrast zwischen Hofni und Pinhas, die nicht auf Gott hörten, und Samuel, der auf Gott hörte. Das scheint der Kern der ersten Kapitel von 1. Samuel zu sein – auf Gott zu hören oder nicht auf Gott zu hören, sowie die Beschreibung der Folgen beider Verhaltensweisen.

Dies ist ein Kerngedanke der Bibel: GOTT SPRICHT MIT MENSCHEN. Gott ist nicht still. Er ging und redete mit Adam und Abraham. Er redete mit Mose, wie Sie mit Ihrem Freund reden würden. Jesus sagte später: „Meine Schafe folgen mir, weil sie den Klang meiner Stimme kennen“. Wir finden überall im Neuen Testament, dass der Heilige Geist mit Menschen redet und ihnen Anweisungen gibt, was sie tun sollen. Nun, es ist nicht ungewöhnlich, jemanden sagen zu hören: „Gott sagte mir dies..., Gott sagte mir das..." Was sollen wir davon halten, wenn wir so etwas hören? Dieser Mensch ist verrückt und hört Stimmen? Manchmal, ja. Die Person könnte psychiatrische Hilfe benötigen. Spricht diese Person, was auch immer sie denkt und sagt, als Gottes rede zu ihr? Manchmal. Dieser Person muss vielleicht gesagt werden, dass nicht jede Idee in ihrem Kopf direkt aus dem Munde Gottes kommt. Oder sagt diese Person die Wahrheit, dass Gott mit ihr gesprochen hat? Manchmal ja. Es von der Hand zu weisen, würde eine Kernwahrheit der Bibel leugnen. Gott redet mit Menschen. Gott redet ständig mit Ihnen. Hören Sie ihn? Es ist möglich, dass Sie ihn hören, aber nicht merken, dass es Gott ist. So war es bei Samuel. Er lebte zu einer Zeit, wo Gott sozusagen schwieg. Er hatte lange Zeit kaum etwas mit irgendeinem Menschen gesprochen. Als er nun redete, wusste der Betreffende nicht, dass es Gott war. Ich denke, dass unsere Zeit der damaligen Zeit sehr ähnlich ist. Lassen Sie uns heute folgendes tun: Lernen wir an Hand von Samuel, wie man seine Fähigkeit entwickeln kann, die Stimme Gottes im täglichen Leben zu hören und zu erkennen. Weil Ihr Leben nicht dazu bestimmt ist, allein gelebt zu werden. Sie wurden geplant, „mit dem Herrn in der Kühle des Tages zu gehen“, wie Adam, miteinander zu reden und einander zu genießen. Sie wurden geschaffen, um in konstantem Gespräch mit Gott zu leben, mit Gott, der Ihr bester Freund ist, der immer für Sie da ist, um mit Ihnen zu plaudern und Ihnen Rat zu geben. Als ein selbst chronisch einsamer Mensch empfinde ich das als WIRKLICH gute Nachricht für mich. Tauchen wir nun in das Thema ein…

Die Frage ist: “Wie höre ich Gottes Stimme? Wie kann ich eine Gesprächsbeziehung mit Gott entwickeln?” Wir finden darauf im 1. Buch Samuel zwei Antworten. Die erste liefert der gesunde Menschenverstand…

  1. Hören erfordert ZUHÖREN (1Sam 3,1-11). 1. Samuel 3,1.7: „Und zu der Zeit, als der Knabe Samuel dem HERRN diente unter Eli, war des HERRN Wort selten, und es gab kaum noch Offenbarung... 7 Aber Samuel hatte den HERRN noch nicht erkannt, und des HERRN Wort war ihm noch nicht offenbart.“ Er wusste nicht, wie die Stimme Gottes zu hören ist und wie man unterscheidet, ob es wirklich die Stimme Gottes war oder nicht. Er befand sich in demselben Boot, wie so viele von uns. Aber er hörte eines Nachts, wie ihn eine Stimme rief. Er nahm an, dass es Eli war und lief, um zu sehen, was er wollte. Aber Eli hatte ihn nicht gerufen und forderte ihn auf, zurück in sein Bett zu gehen. Dies geschah dreimal. Gott fuhr fort, mit Samuel zu sprechen, aber dieser wusste nicht, dass es Gott war. Aber nach dem dritten Mal verstand Eli, was geschah. 1. Samuel 3,9-10: „Eli sprach zu Samuel: Geh wieder hin und lege dich schlafen; und wenn du gerufen wirst, so sprich: Rede, HERR, denn dein Knecht hört. Samuel ging hin und legte sich an seinen Ort. 10 Da kam der HERR und trat herzu und rief wie vorher: ‚Samuel, Samuel!’ Und Samuel sprach: ‚Rede, denn dein Knecht hört.’” Als er das sagte und konzentriert zuhörte, begann Gott zu sprechen, und für Samuel begann eine lebenslange Gesprächsbeziehung mit Gott. Sie und ich können heute auf gleiche Weise beginnen. Wie? HÖREN Sie. Damit meine ich nicht "horchen auf hörbare Stimmen, die Sie mit Ihren Ohren empfangen." Gott redet manchmal so mit Menschen – zum Beispiel mit Samuel. Aber das ist nicht die Art, wie er normalerweise zu Menschen redet. Wenn Sie durch die Bibel gehen, finden Sie, dass Gott eine Methode zu sprechen bevorzugt hat, die wir die "ruhige, sanfte Stimme" Gottes nennen. Sie ist nicht spektakulär; sie klingt nicht sehr übernatürlich. Man kann sie leicht ignorieren. Die ruhige, sanfte Stimme ist einfach eine Stimme unter vielen Stimmen in Ihrem Kopf. Ständig gehen bei mir Ideen und Gedanken in meinem Kopf ein und aus. Ich erlebe einen ständigen internen Dialog – ich rede mit mir; jeder tut das. Die ruhige, sanfte Stimme Gottes ist einfach Gott, der mir seine eigenen Ideen dort eingibt. Das bedeutet, dass manche der Ideen, die in meinem Kopf sprudeln, nicht meine eigenen, sondern Gottes Ideen sind. Für mich bedeutet, auf Gott zu horchen, dass ich von dieser Tatsache weiß und versuche zu erkennen, ob die jeweilige Stimme von Gott ist oder nicht. Wie man Gottes Stimme unterscheidet (1Joh. 4,1: „Prüft die Geister, ob sie von Gott sind”). 1. Redet die Stimme mit Autorität? (Mt. 7,29 – Jesus „lehrte wie einer, der Autorität besitzt.” Mt 4,1-11 – Satan redete nicht mit Autorität. Er versuchte, mit Jesus zu diskutieren und ihn davon zu überzeugen, das zu tun, was er sagte. Anders bei Gott. Er gibt einfach seinen Befehl und stützt sich dabei einfach auf seine Autorität, diesen zu geben. Nach meiner Erfahrung und der Erfahrung von anderen ist es eine gute allgemeine Regel, dass eine Stimme, die mit Ihnen feilscht, entweder Ihre eigene oder Satans Stimme ist. 2. Stammt die Stimme von einem Geist des Friedens, der Freude, der Sanftheit, der Geduld? (Jak 3,17: „Die Weisheit aber von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten, unparteiisch, ohne Heuchelei.”) Verwechseln Sie dies nicht mit Ihrem Gefühl, friedlich zu sein. Oft bringt das Wort Gottes Sie durcheinander und fordert Sie heraus. Als Gott das erste Mal mit Moses sprach, fühlte er sich sicher nicht friedlich. Darum, schauen Sie nicht auf Ihre eigenen Gefühle, achten Sie stattdessen auf den Geist, von dem die Stimme ausgeht. Scheint sie von jemandem zu kommen, der friedlich und freudig oder rasend und schreiend ist? 3. Gebietet Ihnen die Stimme etwas, was mit der Bibel in Einklang steht? (Mt 4,1-11 – Als Jesus Stimmen in der Wüste hörte, verglich er sie mit der Heiligen Schrift und fand sie unzulänglich. Darum ist das Auswendiglernen der Heiligen Schrift eine notwendige, wesentliche Übung, damit Sie sich auf die Heilige Schrift berufen können, um richtige Entscheidungen treffen zu können.) Wenn die Stimme über etwas spricht, das wirklich großartig und Leben verändernd ist, stimmen dann andere kluge Christen mit Ihren Antworten auf die oben genannten Fragen überein? 1. Korinther 12,10 – (die Geistesgabe der “Geisterunterscheidung”). Donna sagte mir vor kurzem, dass sie glaubte, Gott wolle sie aus ihrem Kinderdienst nehmen sie in den Dienst an den Älteren und Kranken berufen. Wir sprachen und beteten darüber, und ich fühlte, wie der Geist mir dasselbe sagte. Der Geist kann zuverlässiger von mehreren, als nur von einer Person gehört werden. Darum kamen die Ältesten der frühen Kirche, als große Entscheidungen getroffen werden mussten, zusammen, um dem Heiligen Geist gemeinsam zuzuhören: Apostelgeschichte 15,28: „Es gefällt dem Heiligen Geist und uns…” Darum teilen wir in unserer Kirche die Führung und hören allen zu, was sie in Bezug auf wichtige Entscheidungen zu sagen haben. Wenn alle Antworten „Ja“ lauten, dann haben Sie guten Grund anzunehmen, dass sie wirklich von Gott kommt, der mit Ihnen spricht, und es für Sie richtig ist, zu tun, was die Stimme sagt. Dann achten Sie auf die Ergebnisse dieses Gehorsams. Wenn Sie sehen, dass etwas Gutes dabei herauskommt (manchmal spektakulär gut!), dann können Sie zuversichtlich sein, dass die Stimme wirklich von Gott kam. Sie werden immer besser in der Lage sein, diese Stimme das nächste Mal wahrzunehmen.

Hier ist ein einfacher Weg anzufangen...

  1. Was Sie tun sollten: Wachsen Sie als ein vom Geist geformter Jünger durch Trainieren Ihres 'Hörmuskels' mit dieser Übung … Nehmen Sie sich täglich eine bestimmte Menge an Zeit, um allein und still vor Gott zu sein, um einfach auf irgendetwas zu hören, das er gerade sagen möchte. „Rede HERR, denn dein Diener hört".

Eine gute Faustregel lautet: Je mehr Sie Gottes Stimme gehorchen, desto mehr hören und erkennen Sie diese Stimme. Denken Sie einen Moment darüber nach: Warum würde Gott seinen Atem vergeuden, um mit jemandem zu reden, der nicht tut, was er sagt? Aber, wenn er weiß, dass Sie bereit sind, zu hören und zu gehorchen, hat er jeden Grund, mit Ihnen zu reden und Ihnen einige sehr interessante Aufgaben zuzuweisen. Dies ist die zweite Lektion, die wir von der Geschichte Samuels lernen... 2. Hören verlangt GEHORSAM (1Sam 3,12-19). In seinem ersten Gespräch mit Samuel sagte Gott etwas, das Samuel nicht unbedingt hören wollte, und es bedeutete, etwas zu tun, das Samuel nicht besonders mochte. Gott sagte Samuel, dass er vorhat, weil Eli seinen Söhnen erlaubt hatte, das Volk zu missbrauchen, beide Söhne töten zu lassen und Elis Familie aus dem Priestertum zu entfernen. Das sind keine angenehmen Nachrichten. Samuel tat folgendes... 1. Samuel 3,15-18: „Und Samuel lag bis an den Morgen und tat dann die Türen auf am Hause des HERRN. Samuel aber fürchtete sich, Eli anzusagen, was ihm offenbart worden war. 16 Da rief ihn Eli und sprach: Samuel, mein Sohn! Er antwortete: Siehe, hier bin ich! 17 Er sprach: Was war das für ein Wort, das er dir gesagt hat? Verschweige mir nichts. Gott tue dir dies und das, wenn du mir etwas verschweigst von all den Worten, die er dir gesagt hat. 18 Da sagte ihm Samuel alles und verschwieg ihm nichts. Er aber sprach: Es ist der HERR; er tue, was ihm wohl gefällt.“ Wehe Ihnen, wenn Gott zu Ihnen spricht und Sie nichts damit anfangen, wenn Sie es verbergen. Samuel hatte jeden Grund zu verbergen, was er von Gott gehört hatte. Er wollte Eli, der wie ein Vater zu ihm war, nicht verletzen. Will man jedoch mit Gott zusammenleben, bedeutet das, ein Mensch der Wahrheit zu sein; und die Wahrheit kann manchmal verletzen. Also sagte er Eli alles. Nach diesem Modell verlief auch der Rest von Samuels Leben: 1. Samuel 3,19.21: „Samuel aber wuchs heran, und der HERR war mit ihm und ließ keines von allen seinen Worten zur Erde fallen... 21 Und der HERR erschien weiter zu Silo, denn der HERR offenbarte sich Samuel zu Silo durch sein Wort.“ Wie können Sie so wie Samuel leben, ein Gesprächsleben mit Gott führen? Ganz einfach: Lassen Sie keines der Worte Gottes zu Boden fallen. Wenn seine Worte Sie erreichen, tun Sie, was er sagt. Wenn Sie es tun, hat Gott jeden Grund, das Gesprächsniveau mit Ihnen zu steigern.

  1. Was Sie tun sollten: Eine Zuhörübung: Entscheiden Sie, bevor Gott spricht, dass Sie tun wollen, was auch immer er sagt.

Als Jesus kam, fasste er seine ganze Nachricht so zusammen: „Bereut, denn das Königreich Gottes ist nahe herbei gekommen!" Mit anderen Worten: „Überdenken Sie die Art und Weise, wie Sie leben, weil eine ganze neue Lebensweise – bei der Gott als König herrscht – jetzt für jeden verfügbar ist, der sie will." Das Evangelium ist das Angebot einer neuen Lebensweise, bei der Sie an der ewigen dynamischen Beziehung des Vaters, Sohns und Geistes teilnehmen. Sie sind aufgefordert, Gott zu kennen und von ihm erkannt zu werden und an seiner Seite zu arbeiten. Diese Lebensweise erfordert Kommunikation und Interaktion. Die gute Nachricht ist, dass Sie nicht warten müssen, bis Sie sterben. Sie können damit in diesem Augenblick beginnen. Ein Leben, bei dem Sie wissen, dass Sie genau dort sind, wo Gott Sie jederzeit haben möchte, mit dem Ergebnis, in allen Situationen Vertrauen und Frieden zu erleben.