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Oft werden wir gefragt ..

by Christine Maindorfer last modified 2007-07-08 16:06


Was ist die Weltweite Kirche Gottes, und was ist ihr Auftrag?
Die Worldwide Church of God (Weltweite Kirche Gottes, kurz WKG) mit Verwaltungssitz in Glendora, Kalifornien, USA, hat Mitglieder in etwa 90 Ländern und Landesterritorien. Ihr Auftrag ist, aller Welt das Evangelium Jesu Christi zu verkünden und den Gläubigen dabei zu helfen, geistlich zu wachsen (Mt 28, 19-20).

Wann ist die Kirche gegründet worden?
Sie entstand 1933 in Eugene, Oregon, USA, durch die evangelistische Arbeit von Herbert W. Armstrong. Ihr anfänglicher Name Radio Church of God (Rundfunk Kirche Gottes) weist auf eine Besonderheit ihrer Entstehung hin. Ihren heutigen Namen „Weltweite Kirche Gottes“ (WKG) trägt sie seit 1968.

Wer war Herbert W. Armstrong?
Herbert W. Armstrong, ein Werbefachmann aus Des Moines, Iowa, begann 1926 ein intensives Studium der Bibel. Es führte ihn zu seiner Bekehrung und späteren Ordination als Prediger der Oregon Konferenz der Church of God, Seventh Day. Nach Gemeindegründungen im pazifischen Nordwesten der USA rief er 1934 eine Rundfunkmission ins Leben. Die Rundfunkarbeit führte dazu, dass sich in ganz Nordamerika und ab 1953 auch in der übrigen Welt Gemeinden bildeten.

Herbert W. Armstrong begründete in der Folge auch die Fernsehsendung The World Tomorrow, die Zeit¬schrift The Plain Truth, die Ambassador Universität und die Ambassador Stiftung. Bis zu seinem Tode 1986 war er Präsident der Weltweiten Kirche Gottes.

Woran glaubt die Weltweite Kirche Gottes?
Die Kirche fühlt sich zur Verkündigung des Evangeliums berufen. Es ist die gute Nachricht der Erlösung und Errettung aus der Gnade Gottes durch den Glauben an Jesus Christus und die Hoffnung auf sein zweites Kommen, um das Reich Gottes in seiner Fülle aufzurichten. Als eine vom Geist geleitete Gemeinschaft von Gläubigen gilt für sie die Forderung: „Wachset aber in der Gnade und Er¬kenntnis unseres Herrn und Heilands Jesus Christus“ (2Pt 3,18). Die Kirche hat immer wieder neu die Verpflichtung, die Wahrheit des Glaubens zu ergründen und das Verständnis der Bibel zu vertiefen, und sie lässt sich in ihren Lehren und Praktiken von Gottes Hand führen. Seit dem Tod des Gründers Herbert W. Armstrong hat die Kirche tief¬greifende Ände¬run¬gen in ihrer Lehre vorgenommen, die sie in die Hauptrichtung des evange¬likalen Christentums brachte.

Gehört die Weltweite Kirche Gottes zu den Siebenten Tags Adventisten?
Nein, wir kein Teil der Kirche der Siebenten-Tags Adventisten.

Weshalb treffen sich eine Anzahl Ihrer Gemeinden samstags zum Gottesdienst?
Eine wachsende Anzahl von Gemeinden trifft sich sonntags zum Gottesdienst. Die WKG glaubte einst, dass das Halten des Siebenten-Tags-Sabbats für Christen erforderlich sei. Seit 1994 hat die Kirche jedoch erkannt, dass der wahre christ¬liche Sabbat, oder die Ruhe, durch das erlöste neue Leben in Christus erfüllt worden ist; der Sabbattag ist nur ein Symbol dafür. Obwohl sich viele Gemeinden der WKG traditionsgemäß am siebenten Tag (samstags) zum Gottesdienst treffen, gibt es keine kirchliche Bestimmung, den Gottesdienst auf irgendeinen bestimmten Tag zu begrenzen. Die Kirche feiert auch die traditionellen christlichen Festtage – Advent, Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Christi Himmelfahrt.

Glauben Sie, dass Jesus Gott ist?
Ja. Jesus ist der ewige Sohn Gottes, die zweite Person der Dreieinigkeit. Gott kam im Fleisch, um uns zu erlösen. Wir glauben, dass er vom Heiligen Geist gezeugt und von der Jungfrau Maria geboren wurde, ganz Mensch und ganz Gott.

Wir glauben dass Jesus der Herr über alles ist, er ist der Ehre und Anbetung wert, der prophezeite Erlöser der Menschheit. Er starb für unsere Sünden, wurde von den Toten aufer¬weckt und fuhr zum Himmel auf, wo er als Mittler zwischen Mensch und Gott wirkt. Er wird wiederkommen, um im Reich Gottes in seiner Fülle als König aller Könige über alle Völker zu herrschen.

Glauben Sie an die Dreieinigkeit?
Ja. Wir glauben, dass die Schrift einen Gott offenbart, der Vater, Sohn und Heiliger Geist ist. Die dreieinige Natur Gottes gehört zu den zentralen Lehren der Weltweiten Kirche Gottes.

Was lehren Sie über das Evangelium?
Das Evangelium ist die gute Nachricht von Christi Leben, Tod und Auferstehung zum Heil der Menschen.

Jesus hat den Glauben an das Evangelium für heilsnotwendig erklärt. Sein letzter Auftrag an die Apostel, die er als Diener aussandte, um seine Kirche aufzubauen, lautete: „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe“ (Mt 28,19-20).

Infolge der Sünde sind die Menschen von Gott getrennt. Diese Trennung war der Zustand der Menschen seit der Ausweisung aus dem Garten Eden. Paulus lehrt uns: „Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Chris¬tus Jesus, unserm Herrn“ (Röm 6,23). Die „gute Nachricht“ oder das Evangelium besteht darin, dass wir einen Erlöser haben, der unsere Sündenstrafe, den Tod, stellvertretend für uns bezahlt hat. Jesu Heilswerk ermöglicht es uns, durch Reue und Glauben an Christus die Gabe des ewigen Lebens zu erlangen.

Bei Jesu zweitem Kommen wird er seinen Thron über alle Völker errichten. In der künftigen Fülle des Reiches Gottes gibt es keinen Tod, kein Leid, kein Geschrei und keinen Schmerz mehr (Offb 21,4).

Behaupten Sie, die einzig wahre Kirche zu sein?
Nein. Wir glauben, dass die wahre Kirche der Leib Christi ist, bestehend aus allen Gläubigen aller christlichen Kirchen. Wir sind Gott dankbar, dass wir durch seine Gnade Anteil am Leib Christi haben dürfen.

Wie wird die Kirche geführt?
Die WKG hat eine hierarchische Form der Kirchenleitung. Die Kirchen¬ver¬waltung wird vom Präsidenten geleitet, dem ein Vorstand und ein Ältestenrat zur Seite stehen. Jede Gemeinde wird von einem Pastor geleitet. Älteste, Diakone, Dia¬kon¬in¬nen und Laienmit¬glieder nehmen ihre Aufgaben unter dem Pastor wahr.

Wie wird die Kirche finanziert?
Mitglieder der Weltweiten Kirche Gottes unterstützen das Werk des Evangeliums durch freiwillige Zehnten und Opfer. Auch den Mitarbeitern, Interessenten und Lesern, die der Kirche nahe stehen, sind wir für ihre großzügigen finanziellen Spenden dankbar. Beiträge zur Verbreitung der Botschaft der Hoffnung nehmen wir gern entgegen. Im Einklang mit der Verantwortung eines christlichen Verwalters lassen wir die Bücher von einer unabhängigen, externen Wirtschafts¬prüf¬ungs¬gesellschaft prüfen.

Was lehrt die Weltweite Kirche Gottes zur Evolution?
Die Weltweite Kirche Gottes glaubt, dass der Gott der Bibel der Schöpfer ist. Wir halten fest am inspirierten Wort von 1. Mose 1,1: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ Wir glauben, dass Gott die wissenschaftlichen Tat¬sachen den Men¬¬¬schen zur Anleitung und Erkenntnis gab, und dass kein Konflikt zwischen der Bibel und der Wissenschaft besteht. Wir glauben, dass die eine oder andere Seite missverstanden worden ist, wenn es scheinbar einen Konflikt zwischen einer wissenschaftlichen Entdeckung und der Bibel gibt. Daher leugnen wir nicht, dass wissen¬schaftliche Erkenntnisse eine lan¬ge Geschichte des Lebens auf unserem Planeten nahe legen. Wir glauben, dass nur Gott Leben schaffen kann und dass der Schöpfer nicht genau offenbart hat, wie er dies getan hat.

Was sagt die Weltweite Kirche Gottes zur Homosexualität?
Wie wir die Bibel verstehen, lehrt sie, dass homosexuelles Verhalten Sünde ist. Die biblischen Verbote in Römer 1,26-27 und 1. Korinther 6,9 weisen darauf hin. Allerdings ist homosexuelles Verhalten nicht sündiger oder weniger sündig als andere Sünden. Alle Sünder sind aufgerufen zu Reue und Glauben an Jesus Christus. Jeder Sünder, der bereut, empfängt Vergebung und wird durch den Heiligen Geist von allen seinen Sünden gereinigt.

Unter der Leitung des Heiligen Geistes sagt sich der Homosexuelle von seiner bisherigen Lebens¬weise los und beginnt ein neues Le¬ben in Christus. Das bedeutet nicht unbedingt, dass er hetero¬sexuell werden muss. Es bedeutet vielmehr, dass er durch die Gnade und Kraft Gottes kein homosexuelles Verhalten mehr praktiziert. Bekehrte Homosexuelle als Mitchristen auf¬zu¬neh¬men heißt nicht, ihre früheren Sünden zu billigen. Christen sollten reuige Homosexuelle in die christliche Ge¬mein¬¬¬¬¬¬schaft aufnehmen wie jeden anderen reumütigen Sünder. Sie sollten dankbar sein, dass Gott seine Barmherzigkeit und Gnade allen Menschen zuteil werden lässt.

Was lehrt die Kirche über Abtreibung?
Die Weltweite Kirche Gottes lehrt, dass Abtreibung unter normalen Umständen keine legitime biblische oder ethische Wahl ist, sondern eine Sünde. Wenn jedoch das Leben der Mutter auf dem Spiel steht, wird Abtreibung als legitime Wahl ange¬sehen. Die Entscheidung von Mit¬gliedern in Bezug auf Abtreibung in anderen außergewöhnlichen Umständen wie Verge¬walti¬gung oder Inzucht werden nicht als Test für die Kirchenmitgliedschaft angesehen. Die Kirche weiß um den gefallenen geistlichen Zustand der Menschheit und ruft alle Sünder zur Reue, Vergebung und Erlösung in Jesu Blut. Die WKG enga¬giert sich in dieser Frage nicht in politischen Bewegungen; das Ziel der Kirche ist es, Menschen zu Christus, zur Reue und zum Heil zu führen. Wenn Kirchenmitglieder sich privat bei einer politischen Bewegung engagieren, vertreten sie nicht die Kirche, und die Kirche lehrt, dass sie stets eine christliche Grundhaltung bewahren müssen.

Wie beurteilt die Weltweite Kirche Gottes politische Betätigung?
Wahlentscheidungen und politische Betätigung sind jedermanns Privatsache. Als Christen bekennen wir uns dazu, dass unser „Bürgerrecht ... im Himmel“ ist (Phil 3,20). Doch während wir dem himmlischen Königreich angehören und unsere Loyalität dort bleibt, leben wir zugleich in dieser Welt und sollen uns in ihr als verantwortungsvolle Bürger betätigen. Die Ausübung des Wahlrechts ist in demo¬kratischen Ländern eine bedeutungsvolle Möglichkeit, seinen Bürgerpflichten nach¬zu¬kommen (Röm 13,1.7).

Die Weltweite Kirche Gottes engagiert sich nicht in der Politik. Wir glauben, dass der Christ auf die Gefühle und Meinun¬gen seiner Mitchristen Rücksicht nehmen und deshalb in der Kirche keine Lobby-Arbeit betreiben sollte.

Wie steht die Weltweite Kirche Gottes zu rassischen Vorurteilen und zur Diskriminierung?
Rassistische Vorurteile und Diskriminierung von ethnischen Gruppen sind unchristlich. Als ein vorrangiges Gebot hat Jesus Christus ge¬lehrt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Als er gefragt wurde, wer unser Nächster sei, antwortete Jesus mit einem Gleichnis, das illustrierte, dass unser Nächster überall ist – ohne jegliche Diskriminierung (Lk 10,29-37).

Der Apostel Petrus schreibt: „Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht; sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und recht tut, der ist ihm angenehm“ (Apg 10,34-35). Gott kennt keine rassistischen Vorurteile, vor Gott gilt kein An¬¬¬sehen der Person. Paulus sagt: „Da ist nicht mehr Grieche oder Jude, Beschnittener oder Unbe¬schnittener, Nicht-grieche, Skythe, Sklave, Freier, sondern alles und in allen Christus“ (Kol 3,11). Nicht das Erscheinungsbild, das Äußere, sieht Gott an, sondern „das Herz“.

Der Christ muss Rassismus ablehnen – ja, alle Formen der Bigotterie, der Voreinge¬nommenheit und des Hasses. Christen sind „in der Tat“ dafür, mit allen Rassen in Eintracht zu leben. „Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht? Und dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe“ (1Joh 4,20-21).

Wie beurteilt die Weltweite Kirche Gottes das „Zungenreden“?
Nach dem Neuen Testament hat Gott manchen Menschen bei bestimmten Anlässen die Gabe des Zungenredens für den Zweck der Verkündigung des Evangeliums geschenkt.

In Apostelgeschichte 2 etwa wurden die Apostel „alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen [wörtlich: in anderen Zungen], wie der Geist ihnen gab auszusprechen“ (Vers 4). Durch die Zun¬gen¬rede konnten die aus vielen Völkern kommenden Zuhörer die Botschaft des Evangeliums jeder in seiner Muttersprache hören (Vers 6,8, 11). Paulus zählt die Zungenrede und andere Geistesgaben zum „Werk des derselben einen Geistes“, den Gott gibt, „wie er will“ (1Kor 12,11).

Manche mögen sich fragen: „Sind Menschen mit der Gabe des Zungenredens religiöser oder Gott näher als solche, die diese Gabe nicht haben?“ Nicht unbedingt. Die Antwort gibt Paulus. Wenn der Zungenredende keine Liebe hat, stellte er fest, bleibt seine Rede tot wie „tönendes Erz“ – ganz gleich, in welcher Sprache er spricht (1Kor 13,1).

Die Gabe der Zungenrede ist, wie alle anderen Gaben, kein besonderes Zeichen der Geistlichkeit. Alle Geistesgaben werden von Gott gegeben, wie er will. Niemand – ganz gleich, welche Gaben er hat – hat irgendeinen Grund, stolz auf „seine“ Gabe zu sein oder auf andere herabzuschauen.

Paulus hat das Zungenreden in der Kirche nicht untersagt, fordert aber, dass „alles ehrbar und ordentlich zugehen“ soll (1Kor 14,40). Zungenreden gestattet er in der Gemeinde nur im Beisein eines Auslegers, und auch dann durfte immer nur ein Zungenredner sprechen. Die Weltweite Kirche Gottes glaubt nicht, dass jede heutige Glossolalie oder ekstatische Rede vom Heiligen Geist inspiriert ist.

Was lehrt die Weltweite Kirche Gottes über die Taufe?
Am Pfingsttag verkündete Petrus: „Tut Buße [bereut], und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des heiligen Geistes“ (Apg 2,38). Der Christ soll „auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes“ getauft werden (Mt 28,19).

Die Wassertaufe bezeugt, dass der Gläubige seine persönlichen Sünden bereut hat und Christi Sühneopfer annimmt. Sie dient als Zeichen seiner Hinwendung zu einem neuen Leben, ausge¬richtet an den geistlichen Gesetzen Gottes und am Vorbild Jesu Christi, geleitet vom ihm inne¬wohnenden Heiligen Geist. Die Weltweite Kirche Gottes praktiziert die Wassertaufe durch Untertauchen.

Lehren Sie die Heilserlangung durch Werke?
Nein. Die Weltweite Kirche Gottes hat früher gelehrt, dass Christen den Sabbat halten müssen, um gerettet zu werden, was auf Heilserlangung durch Werke hinauslief. Heute lehrt die Kirche, dass das Heil als Geschenk von Gott kommt, als Gnadengabe durch den Glauben an Jesus Christus, und dass es nicht durch persönliche Verdienste oder Werke verdient werden kann. Bei der Bekehrung wird der Christ „eine neue Kreatur“ (2Kor 5,17). Durch den Heiligen Geist wird das Er¬neu¬erungswerk fortgesetzt, so dass wir innerlich „von Tag zu Tag erneuert“ werden (2Kor 4,16). Wir werden nicht durch Werke erlöst. Wir werden erlöst, um gute Werke tun (Eph 2,8-9). Der Christ ist zu einem Leben des treuen Gehorsams gegenüber Christus berufen.

Glauben Sie an den Teufel?
Ja. Die Bibel offenbart, dass Satan (der Widersacher) gegen Gott rebelliert. Durch seine Einflüsterungen erzeugt er Uneinigkeit, Betrug und Ungehorsam (Eph 2,2; 2Kor 4,4). Er und seine Dämonen sind die unsichtbaren Herrscher dieser Welt – innerhalb der von Gott gesetzten Grenzen. Die ganze Welt, so schreibt Johannes (1Joh 5,19), „liegt im Argen“ – sie befindet sich in der Gewalt des Bösen, d. h. des Teufels.

Jesus Christus kam in Menschengestalt, „dass er die Werke des Teufels zerstöre“ (1Joh 3,8). Er ist Fleisch geworden, „damit er durch seinen Tod die Macht nähme dem, der Gewalt über den Tod hatte, nämlich dem Teufel“ (Hebr 2,14). Durch Vertrauen auf die Kraft Gottes kann der Christ dem Einfluss des Teufels widerstehen. Petrus mahnt uns: „Dem widersteht, fest im Glauben ...“ (1Pt 5,9).

Glauben Sie an die Wiederkehr Jesu Christi?
Wir glauben an die Verheißung Jesu Christi, dass er zur Erde zurückkehren wird, um alle Völker zu regieren und zu rich¬ten. Die Bibel sagt, dass sein zweites Kommen sichtbar sein wird, in Macht und Herrlichkeit (Offb 1,7). Dieses Ereignis ist die Hoffnung der Kirche, weil es die Auferstehung der Toten und das Erbe der Gerechten einleitet.

Was lehrt die Weltweite Kirche Gottes über das Ende der Welt?
Bei seinem zweiten Kommen wird Jesus Christus die Nationen richten und dem gegenwärtigen Zeitalter der Not und Verwirrung ein Ende setzen. Dann wird ein neues Zeitalter des Friedens und Glücks beginnen.

Hat Ihre Kirche nicht auch bedeutende Veränderungen durchgemacht?
Ja, und wir danken Gott für seine Gnade, die er uns gewährt hat. Jesus hat verheißen, der Heilige Geist werde die Kirche in alle Wahrheit leiten (Joh 16,13). Petrus ermahnt den Christen, „in der Gnade und der Erkenntnis unseres Herrn und Heilands Jesus Christus“ zu wachsen (2Pt 3,18). Deshalb muss die Kirche immer bereit sein, die notwendigen Verän¬derun¬¬gen vorzunehmen, wenn der Heilige Geist ihr Verständnis des Wortes Gottes vertieft.

In welche Richtung bewegt sich die Weltweite Kirche Gottes?
Unser Präsident Dr. Joseph Tkach hat diese Frage vor einiger Zeit wie folgt beschrieben: „Ich möchte, dass alle Mitglieder der WKG „FOCUS“ gewinnen, ein Akronym, das (im Englischen) für fünf Dinge steht:

  1. Die tiefe Erkenntnis, dass Gottes Reich jetzt schon hier ist. Obwohl es noch nicht in seiner Fülle hier ist, haben wir Christen jetzt schon Anteil am Reich Gottes. Weil der frühere Fokus der WKG auf der Prophezeiung lag, glaubten wir nicht, dass das Reich Gottes schon jetzt da ist.
  2. Unsere Identität ist in Christus. In der Vergangenheit war unsere Identität im Alten Bund, in den Zehn Geboten, im Sabbat – Christus war so etwas wie ein zweitrangiges Element in unserer Identität. Das war ein Fehler. Christus sollte in Bezug auf unsere Identität der erstrangige Bezug sein.
  3. Aktive Beteiligung im Kirchenleben. Ich würde gerne sehen, dass alle Mitglieder verstehen, dass eine gesunde Kirche sich darin auszeichnet, dass sich alle Mitglieder beteiligen und die Gaben des Geistes einsetzen. Obwohl nicht alle Mit¬glieder zum pastoralen Dienst berufen sind, haben alle einen Dienst, an dem sie beteiligt sein sollten.
  4. Doktrinen besser verstehen. Das Christentum wäre in einem besseren Zustand, wenn wir uns alle auf die wichtigen Kernlehren, die wesentlichen Sätze des christlichen Glaubens konzentrierten und in nebensächlichen Dingen großzügiger wären. So oft liegt der Grund, warum sich Glaubensgemeinschaften spalten, darin, dass sie sich auf zweitrangige, periphere Punkte konzentrieren. Daher würde ich gerne sehen, dass unsere Mitglieder in den wesentlichen Dingen fest gegründet sind.
  5. Geistliche Umgestaltung. Wir haben eine gute, langjährige Tradition des Praktizierens der geistlichen Disziplinen wie Gebet, Meditation, Fasten und regelmäßiger Gottesdienstbesuch – Dinge, die für das christliche Leben wesentlich sind. Es ist ein Fehler, diese Dinge in der Auffassung zu praktizieren, dass wir uns damit etwas verdienen. Aber wenn jemand sie als Antwort auf die Liebe zu Gott praktiziert, wächst diese Person in der Gnade und Erkenntnis Jesu Christi und wird ein stärkerer Christ.“

Muss der Christ einer Kirche angehören und Gottesdienste besuchen?
Ja, das glauben wir. Gott ruft alle Sünder in die Gemeinschaft der Heiligen, die der Leib Christi ist. Ungeachtet der Glaubensgemeinschaft oder Wahl der christlichen Gemeinde ist das Pflegen der geistlichen Gemeinschaft mit Mitchristen für ein christliches Leben im Glauben wichtig. Es geht von Christus aus, dass „der ganze Leib zusammengefügt ist und ein Glied am andern hängt durch alle Ge¬lenke, wodurch jedes Glied das andere unterstützt nach dem Maß seiner Kraft und macht, dass der Leib wächst und sich selbst aufbaut in der Liebe“ (Eph 4,16).

Über die Wichtigkeit der Kirche im Leben eines Christen schrieb Paulus: „Und er [Christus] hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer, damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi“ (Vers 11-13). Die Kirche ist für die einzelnen Glieder des Leibes Christi der unerlässliche strukturelle Rahmen. Durch das Zusammenwirken aller in Einheit kann die Kirche den Auftrag Christi erfüllen, alle Völker zu Jüngern zu machen und sie die Gebote Christi zu lehren.

Wer kann an Ihren Gottesdiensten teilnehmen?
Jeder, der mehr wissen möchte über Jesus Christus und die gute Nachricht vom Heil durch den Glauben an ihn, ist in unserem Gottesdienst herzlich willkommen.